In meinen Arbeiten überlagern sich Intimität und Öffentlichkeit. Fundstücke, in die sich Zerstörung und Verfall eingeschrieben haben, geben mir Aufschluss über meine Umgebung. Als Industriereste sind sie spätkapitalistische Relikte des Überflusses. Sie können auch aus zwischenmenschlichen Umgebungen stammen und Sicherheit oder Schutz thematisieren. Ich beschäftige mich mit verkörperter Erzählung. Gefundene Materialien weisen Spuren auf, die mir Geschichten über ihren Kontext verraten.

Verkörperte Erzählung durch Materialien

Ich nehme sie mit ins Atelier und arbeite mit ihnen, indem ich etwas hinzufüge, entferne, sie überarbeite, oder in ein anderes Material übersetze. Verkörpertes Wissen ist auch in menschlicher Physis enthalten. Am Körper zeichnet sich das Umfeld ab, wird sichtbar auf unseren Oberflächen. Mich interessiert die Wechselbeziehung in der Körper auf ihre Umgebung einwirken und sich selbst durch sie formen und verändern.

Persönliche Erzählung im Ausstellungsraum

Im Ausstellungsraum zeige ich eine persönliche Erzählung, die gesellschaftliche und autobiografische Narrative verbindet und sich aus handwerklicher Arbeit und industriellen Materialien zusammensetzt.

Vernissage am 06.09.2024 um 19 Uhr

Öffnungszeiten:
Donnerstags, Samstags und Sonntags von 15-18 Uhr

Nora Lube

Absolventin der Fachklasse von Prof. Thomas Rentmeister an der HBK Braunschweig

Sie erhält das von der Landkreis Gifhorn Stiftung in Kooperation mit dem Landkreis Gifhorn ausgeschriebene Residenz-Stipendium im Künstlerhaus Meinersen.